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Im Zeitalter des Internets verspricht das Handy eine nahezu grenzenlose Erweiterung unserer Handlungsspielräume und den ununterbrochenen Anschluss zugleich an globale wie auch persönliche Netzwerke. Kaum eine technologische Innovation der vergangenen Jahrzehnte hat ähnlich mühelos und schnell eine so massenhafte Verbreitung gefunden und dabei derart umfassend von unserem Alltag Besitz ergriffen wie das tragbare Telefon. Als Statussymbol eines gehobenen Konsums, bei dem es nicht um materielle Güter, sondern um Information geht, verkörpert es die individuelle Teilhabe an der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Man kann es als »Territorialmaschine« bezeichnen: ein elektronisches Gerät, das seinen Nut-zer/innen die Welt nicht nur »zu Füßen«, sondern in die Hand legt. Maria Theresa Alves (Rom / Berlin), Joëlle de La Casinière (Brüssel), Jan Caspers, Anne König & Jan Wenzel (Leipzig), Alice Creischer & Andreas Siekmann und Christian von Bor-ries (Berlin), Jimmie Durham (Rom / Berlin), William Engelen (Berlin), Laura Horelli (Hel-sinki / Berlin), Annette Krauss (Stuttgart), Sigit Pius Kuncoro (Yogyakarta), Dirk Lange (Dresden), Takashi Murakami (Tokio), Tony Oursler (New York), Tanja Nellemann Poulsen (Århus), Erwin Stache (Leipzig), Annika Ström (Hove / London), Barthélémy Toguo (Paris / Banjoun), Rikki Wemega-Kwawu (Takodari) |
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RECORD > AGAIN! , ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kunst- und Medientechnologie in Karlsruhe ZKM, stellt restaurierte Videoarbeiten aus den letzten vierzig Jahren vor, die exemplarisch die Vielfalt der deutschen Videokunstszene, insbesondere in der Frühzeit des Mediums widerspiegeln. Gezeigt wird das künstlerische Experiment, die Freude in der Entdeckung eines neuen künstlerischen Ausdrucksmittels und die Lust an der Kommunikation und Interaktion. In den künstlerischen Aktionen wie auch in der gesellschaftlichen Atmosphäre der ersten Jahrzehnte wird eine Euphorie spürbar, in der der Glauben an die Möglichkeiten dieser Technologie als ein neues künstlerisches wie auch zivilgesellschaftliches Medium des Austausches lag. Die Dokumentation der Lebensumwelt, die erweiterte Wahrnehmung des Körpers und die Einbeziehung von anderen Menschen in den eigentlichen künstlerischen Prozess, stellen ein Potenzial zur Erweiterung des künstlerischen Handlungsfeldes dar. Die Möglichkeiten des neuen Mediums wurden aber auch in der Vermittlung von Kunst über das Medium Video und über das Fernsehen wahrgenommen. |
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Rauminszenierungen, Club und Performances Marc Aschenbrenner, Gotta Depri, Gudrun Falk, Gintersdorfer/Klaßen, Hauke Heumann, Daniela Hoferer, Marie Kirchner, Solveig Nawroth, Su-Ran Sichling, René Trinks und Frank Edmond Yao alias Gadoukou La Star |
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Kontinuitäten und Brüche historischer afrikanisch-europäischer Beziehungen sind Ausgangspunkt der drei künstlerischen Einzelpositionen in der Ausstellung, deren intensive Erforschung historischer Quellen und aktueller gesellschaftlicher Verhältnisse dem Problem der Darstellbarkeit von Geschichte(n) zwischen historischer Faktizität und Erzählungen besondere Aufmerksamkeit schenkt: Wie können durch einen zeitgenössischen Umgang mit Bildern Beziehungen zwischen Ereignissen der Vergangenheit und der Gegenwart rekonstruiert, überdacht und möglicherweise auch verändert werden? Brigitta Kuster & Moise Merlin Mabouna, Christine Meisner, Dierk Schmidt |
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Die Ausstellung NOTES FROM THE EMPIRE/ AUFZEICHNUNGEN AUS DEM EMPIRE zeigt Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern, in deren Fokus das Erbe des europäischen Kolonialismus in unserer heutigen Gegenwart steht. Aus europäischer, afrikanischer und US-amerikanischer Perspektive richten sie den Blick auf unterschiedliche Aspekte der gemeinsamen Vergangenheit. Die künstlerischen Arbeiten zeigen unterschiedliche Strategien der Aneignung, Reflexion und Umwidmung einer gewaltvollen Geschichte von materieller und kultureller Enteignung und von Migration. Anonymous (Collection Salon de Fleurus, New York), Gintersdorfer/Klaßen (Hamburg/Berlin), Johan Grimonprez (Gent), Michèle Magema (Paris), Christine Meisner (Berlin), Zwelethu Mthethwa & Bizzy Bailey (Kapstadt), Ransome Stanley (München), Carrie Mae Weems (Syracuse, New York) |
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Lasst tausend Blumen blühen ist die erste umfangreiche Werkschau der österreichischen Künstlerin Lisl Ponger in Deutschland. In der Ausstellung im Kunsthaus Dresden ist eine repräsentative Auswahl inszenierter Fotografien und installativer Arbeiten Lisl Pongers zu sehen, die auf die für ihr Werk symptomatische Weise die Definitionsmacht von Bildern, Spuren der Kolonialzeit und Darstellungen des Fremden heute umkreisen. Die in die fotografischen Inszenierungen eingeflossenen Bildtraditionen des europäischen Stillebens, des Künstlerselbstportraits und der formalisierten Fotografie der Moderne entfalten mit ihrem starken visuellen Reiz zugleich eine überraschende politische Brisanz: So ruft das malerische Stilleben von Kunstblumen und Nippesfiguren Lasst tausend Blumen blühen Erinnerungen an Maos berühmte Rede Ende der fünfziger Jahre wach und verweist zugleich auf die beschleunigende Wirkung des Neoliberalismus in China heute. Die historische Seidenblumenproduktion in Sebnitz, die dieses Motiv inspirierte und die Massenherstellung von Kunstblumen und anderen Produkten in Umerziehungslagern in der Volksrepublik China treffen in diesem Bild aufeinander. |
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Gezeigt werden Arbeiten der diesjährigen Preisträger des CYNETart-Wettbewerbs sowie 16 weitere internationale künstlerische Positionen aus den Einreichungen zum Wettbewerb der CYNETart_08. Die Ausstellung gewährt einen Einblick in aktuelle medienkünstlerische Auseinandersetzungen mit der Durchsetzung des Digitalen im Alltag: Communities und ihre Normen, Grenzen zwischen Leben und Technologie, die Frage, ob sich der Tod in die digitale Welt und auf TV-Geräte übertragen lässt und die Rolle von Poetik und künstlerischer Autonomie sind unter anderem Themen der Werke. Susanne Berkenheger, Marc Böhlen, Paul Brown, Gregory Chatonsky, Jen-Kuang Chang, Ursula Damm, Juliet Davis, Alexander Graf, Heike Kaltenbrunner, Clemens Kogler, Manfred Kroboth, Ivy Kunze, Kay Malek, Andres Ramirez Gaviria, Christoph Wachter/Mathias Jud, Jaka Železnikar |
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In den alten Kulturen, eingebunden in religiöse und rituelle Zeremonien dienten Rauschmittel dazu "Kontakt zu Göttern" herzustellen, eine nötige Einsicht zu konstituieren oder durch eine an Drogen gebundene Inspiration kulturelles Wissen anzureichern. Die neuen Drogen und der zeitgenössische Konsum von Suchtmitteln dienen hingegen als gesellschaftliche Stabilisatoren. Fit, wach, flink, schön: Ob Ritalin, das die neu generierte Kinderkrankheit ADS verdecken soll, die Nase, die zwischendurch die eigene prekäre Arbeitssituation kompensiert, oder der kontrollierte Blackout am Wochenende, der erlaubt ist, solange am Montag wieder alle da sind - Drogen werden heute genommen, um zu funktionieren. Der alte Junkie an der U-Bahn-Station ist ein übrig gebliebener Rest, der im Außen verdeckt, was im Verborgenen geschieht. Ulf Aminde (DE), Jan Bünnig (DE), Lysann Buschbeck (DE), Jeremy Deller (UK), Jessica Dimmock (US), Antje Majewski (DE), Tracey Moffatt (AU/US), Stefan Müller (DE), Oliver Pietsch (DE), Uri Radovan (IL), Ramin Raissi (DE), Ashkan Sahihi (DE/US), The Streets/Adam Smith (UK), Herbert Volkmann (DE), Tobias Zielony (DE) |
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"Wir sind immer für Euch da." – Dieses Versprechen, das dem System Familie zugrunde liegt, ist einer privat-politischen Dialektik unterworfen, innerhalb derer stabile, aber immer öfter auch sehr fragile familiäre Konstruktionen das Bild des gesellschaftlichen Zusammenlebens prägen. Der Widerspruch oder die Einlösung dieses Versprechens liegt der Realität der individuellen familiären Situation zugrunde. Katja Baumgarten, Raluca Blidar, Nadia Budde, Amit Epstein, Anna Faroqhi, Regine von Felten, Grit Hachmeister, Gautam Kansara, Maja Linke, Paula Muhr, Uta Neumann, Annekathrin Schreiber, Kateřina Šedá, Özlem Sulak, Cosima Tribukeit, Doris Ziegler, VIP |
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Ausstellung – Animationsfilm – Vorträge – Workshops David B. (FR), Arne Bellstorf (D), Gipi (IT), Oliver Grajewski (D), Sascha Hommer (D), Dominique Goblet (BE), Line Hoven (D), claire Lenkova (D), Maja Linke/Detlef B. Linke (D), mawil (D), Rutu Modan (GB/IL), moki (D), Marjane Satrapi (FR), Ulrich Scheel (D), Dirk Schwieger (D), Anna Sommer (CH), Amanda Vähämäki (FI) und Stafeta: Yasmin Alt (D), Stefan Eichhorn (D), Annette Gerlach (D) & Nadja Schütt (D) |
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In Laurence Sternes Roman „The Life and Opinions of Tristram Shandy, Gentleman“ aus dem 18. Jahrhundert gibt es schwarze und marmorierte Seiten, fehlende Kapitel, freien Platz für den Leser, seine eigenen Auffassungen einzubringen, jede Menge diagrammatische Einschübe, die entweder dazu dienen, den performativen Aspekt der Rede graphisch zu verdeutlichen oder die extrem verschlungen Erzählmuster des Romans aufzuzeigen. Einzelne Zeichen werden typografisch so hervorgehoben, dass sie als solche nicht mehr artikulierbar sind. Der Erzählstrang wird aus lauter Abweichungen entwickelt, und endet zeitlich vor seinem Beginn. Immer wieder wird der Leser, manchmal als Mann, dann wieder als Frau adressiert. Tristram Shandy, die dramatisierte Erzählfigur, tritt dabei weniger als Handelnder der Erzählung auf denn als Autor des Romans, den man gerade liest. Monika Baer, Georg Baselitz, Bernadette Corporation, Max Bill, Robert Bresson, Marcel Broodthaers, Michael Dreyer, Marcel Duchamp, Robert Frank, Jack Goldstein, Gareth James, Sergej Jensen, Chuck Jones, David Jourdan, Martin Kippenberger, Jutta Koether, Joseph Kosuth, Michael Krebber, Clemens Krümmel, Olia Lialina/Dragan Espenschied, Christian Philipp Müller, Arnulf Rainer, Franz Reitinger, Drehli Robnik, André Rottmann, Astrit Schmidt-Burkhardt, Michael Schuster, Josef Strau, Roghie A. Torvund, Franz West, Tanja Widmann |
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Ausstellungseröffnung |
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ERÖFFNUNG am Samstag, 10. März 2007 um 18 Uhr Jérôme Chazeix (F), Margit Czenki & Hajusom! (D), Fred van Eldijk (NL/D),Twin (e.) Gabriel (D), Olafur Gislason (D), Uschi Huber (D), Klasse 2 Aufbauorganisation (D), Ynez Neumann/Karoline Schulz (D), Rekolonisation (D), Martin Schmidl (D) |
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Gespenster stehen hoch im Kurs: sie haben nicht nur den theoretischen Diskurs des vergangenen Jahrzehnts „heimgesucht“ – am bekanntesten sind hierzu die Werke von Jacques Derrida –, sondern tauchen in zahlreichen Abhandlungen und Publikationen von Literatur- und FilmwissenschaftlerInnen auf. Auch die Culture und Gender Studies sowie die Queer-Theorie thematisieren die gesellschaftliche Rolle von Gespenstern aus verschiedenen Blickrichtungen. In der Kunst haben Gespenster ebenfalls eine Renaissance erlebt, so zum Beispiel im Werk des Künstlers Stan Douglas oder etwa in der Ende 2005 stattfindenden Ausstellung „The Perfect Medium: Photography and the Occult“ im Metropolitan Museum New York, die sich ausschließlich dem Okkulten und Paranormalen widmete. DAVID ASKEVOLD [US/CA], STEPHAN DILLEMUTH [D], PAUL GELLMANN [US], FRAUKE GUST [D], JUDITH HOPF [D], ANNETTE KELM [D], ALICE KÖNITZ [US], DIRK LANGE [D], CRISTOBAL LEHYT [CL/US], JULIE LEQUIN [CA/US], DAVID MALJKOVIC [HR], MARRIAGE [US], REZA MONAHAN [US], ARTHUR OU [TAIWAN/US], KATRIN PESCH [D/US], FREDRIK STRID [SE], STEPHANIE TAYLOR [US], MICHAELA WÜNSCH [D], sowie LISA MARIE AUER, BERND IMMINGER und NADJA SCHÜTT eingeladen von STAFETA |
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Die Trans-Media-Akademie Hellerau e.V. zeigt im Kunsthaus Dresden als Teil der CYNETart_06humane: |
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In einer globalisierten und medialisierten Gegenwart wird von allen Seiten eine rationale Einstellung zum Leben und ein so genanntes „soziales“ und „professionelles“ Verhalten eingefordert. Die vielen verschiedenen, sich teilweise widersprechenden Zwänge und Erwartungen, denen das Individuum heute ausgesetzt ist, machen es ihm zunehmend schwerer, authentische Gefühle zu empfinden und auszuleben. Statt dessen werden seine Emotionen von gesellschaftlichen, psychologischen und wirtschaftlichen Zwängen manipuliert und in bestimmte Bahnen geleitet. Die Ausstellung You Won’t Feel A Thing thematisiert den aktuellen Geistes- und Seelenzustand des Individuums unter dem Druck einer rauen Gegenwart. Pawel Althamer [PL], Bogna Burska [PL], Ursula Döbereiner [D], Lili Dujourie [BE], Angelika Fojtuch [PL], Steffen Geisler [D], Lise Harlev [NL/D], Ellen Harvey [US], Hiwa K. [IQ/D], Agnieszka Kalinowska [PL], Grzegorz Klaman [PL], Piotr Kopik [PL], Pawel Kruk [PL], Dominik Lejman [PL], Yvette Mattern [US/D], Jill Mercedes [LU], Sebastian Meschenmoser [D], Ivan Moudov [BG], Anneè Olofsson [SE], Dominik Pabis [PL], Dominika Skutnik [PL], Susanne Weirich [D], Monika Weiss [PL/US], Artur Zmijewski [PL] |
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Mit der Auflösung der verschiedenen staatssozialistischen Gesellschaften begann in einzelnen europäischen Ländern ein radikaler Wandel von Lebens- und Wirtschaftsweisen, dessen Erfahrung Gegenstand künstlerischer Reflexionsprozesse ist. Unter dem Primat von Marktwirtschaft und Wettbewerb werden vor allem die Städte zum Repräsentanten der gesellschaftlichen Veränderung. In der Ausstellung WILDES KAPITAL/WILD CAPITAL untersuchen KünstlerInnen Orte der Verheißung zwischen Ökonomie und Alltag. LUCHEZAR BOYADJIEV, PAVEL BRAILA, DRESDENPOSTPLATZ, FUCKING GOOD ART, JAVOR GARDEV, EVA HERTZSCH & ADAM PAGE, HÖRNER & ANTLFINGER, INVENTORY, ANDREA KNOBLOCH, ANNE KÖNIG & JAN WENZEL, IVAN MOUDOV, OBSERVATORIUM, POP 8, KIRIL PRASHKOV, REINIGUNGSGESELLSCHAFT, CHRISTOPH SCHÄFER, KALIN SERAPIONOV, ANTJE SCHIFFERS, ANDREAS SIEKMANN, SPOT_OFF, STAFETA - SVEA DUWE/DIRK LANGE/GRIT RUHLAND/DEMJAN TSCHISTJAKOW, KRASSIMIR TERZIEV, INGO VETTER, VISUAL SEMINAR |
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Die Ausstellung "Von der Abwesenheit des Lagers" zeigt eine internationale Auswahl künstlerischer Positionen, die sich mit der Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit beschäftigen. Ausstellung und Begleitprogramm gehen exemplarisch auf die Aktualität des Erinnerns in Deutschland und Europa ein und beschäftigen sich mit den verschiedenen Formen des Umgangs mit dem Gedenken. Der Begriff des Lagers steht hier nicht nur für die räumliche Präsenz von Konzentrations- und Zwangsarbeiter/-innenlagern dieser Zeit, sondern bildet eine metaphorische Klammer für die prinzipielle und schrittweise Entrechtung und Verfolgung menschlichen Lebens. Diese wurde durch den italienischen Philosophen Giorgio Agamben auf analytischer Ebene erfasst und in den Tagebüchern von Victor Klemperer eindringlich beschrieben: Das Prinzip des Lagers beginnt zunächst im Alltag und setzt sich in Arbeits- und Vernichtungslagern fort. KATALIN BÓDI, RAINER GANAHL, JOCHEN GERZ, JÖRG HEROLD, HORST HOHEISEL, FRANCIS HUNGER, GYÖNGYI KALÁNYOS, BERND KILIAN, KLUB ZWEI, ULRIKE KUSCHEL, MICHAELA MELIAN, ULRIKE MUNDT & SVEA DUWE FÜR STAFETA, HENRIK OLESEN, OMARA, BARAK REISER, TIM SHARP, MARTIN SCHMIDL, JOSEF STRAU, LUC TUYMANS, MONIKA WEISS, ANNETTE WEISSER, JAN WENZEL, ARTUR ZMIJEWSKI |
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Die Ausstellung SCHWEIZER KRANKHEIT + DIE SEHNSUCHT NACH DER FERNE zeigt Positionen zeitgenössischer Kunst seit den 70er Jahren, in denen das Reisen eine zentrale Ausgangsfigur darstellt. Gefühlszustände von Fernweh und Heimweh, die unsern Vorstellungen von Fremde und von Heimat und immer auch die Sehnsucht nach dem Anderen begleiten, werden in der Ausstellung neu verhandelt. JOSEPH BEUYS, MITCH COPE, USCHI HUBER, STEFFI JÜNGLING, BERND KILIAN, NADIN RESCHKE KINDLIMANN, ULRIKE KUSCHEL, EVA MEYER, LISL PONGER, RAFFAEL RHEINSBERG, ERAN SCHAERF, ANTJE SCHIFFERS, TIM SHARP, BARTHÉLÉMY TOGUO |
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Die Ausstellung zeigt Arbeiten von 10 KünstlerInnen, die neben zahlreichen weiteren StipendiatInnen, Ausstellungsprojekten und Publikationen in den letzten 10 Jahren von der Stiftung Kunstfonds gefördert wurden. Wesentlich und allen KünstlerInnen gemeinam ist, dass sie, über den Tellerrand eines engeren Bezugssystems hinausschauend, Ausblicke in die Wissenschaft und den Alltag geben und ihre Komplexität sich durch die Kombination und den differenzreichen Umgang mit unterschiedlichen Medien, Arbeitsweisen und Bezügen erweist. DAVE ALLEN, MARIOLA BRILLOWSKA, WALTER DAHN, STEFAN DEMARY, TAMARA GRCIC, HANS HEMMERT, NANA PETZET, ALEXANDRA RANNER, EVA-MARIA SCHÖN, DAGMAR VARADY |
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Das Symposium Wildes Kapital / Wild Capital untersucht Veränderungen postsozialistischer Städte am Beispiel von Dresden und Sofia. Regina Bittner, Kerstin Boettger, Iara Boubnova, Luchezar Boyadjiev, Pavel Braila & Lilia Dragneva, Henry C. Brinker, Prof. Dr. Ivaylo Ditchev, Fucking Good Art, Javor Gardev, Svetla Kazalarska, Jana Kreuziger, Dr. Boyan Manchev, Tomislav Medak & Damir Blazevic, Milla Mineva, Adam Page & Eva Hertsch, Observatorium, Pop8, Arturo Prisco, Uwe Rada, Prof. Dr. Karl-Siegbert Rehberg, Reinigungsgesellschaft, Chistoph Schäfer & Margit Czenki, Antje Schiffers & Thomas Sprenger, Prof. Dr. Rudi Schmidt, Adam Scrivener, Andreas Siekmann, spot_off, Stafeta, Krassimir Terziev, Ingo Vetter, Jan Wenzel & Anne König |
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In der Ausstellung "Das Vermögen der Kunst" zeigt das Kunsthaus Dresden in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Tel Aviv Werke von 30 israelischen, palästinensischen und deutschen KünstlerInnen. Im Zentrum der Ausstellung - wie auch der im Vorfeld stattfindenden Reise - steht die Frage nach den Möglichkeiten der Kunst, auf gesellschaftliche Konflikte zu reagieren und in diesen wirksam zu werden. Hannan Abu Hussein, Salwa Alenat & Raed Bawayeh, Farid Abu Shakra, Sigal Bar Nir, Eyal Ben Dov, Adi Ben Horin, Daniel Biesold, Christoph Böhme, Stefanie Bürkle, Christoph Dahlhausen, Tim Deussen, Anat Even, Anna Faroqhi, Ron Fleischer, Judith Guetta, Jens Herrmann, Wolfram Höhne, Michael Igudin, Klaus Illi, Yael Katz Ben Shalom, Shula Keshet, Ines Knackstedt, Roi Kuper, Suzanna Lauterbach, Yoav Meiri, Yael Moria, Salam Munir Diab, Andreas Paslack, Guy Raz, Hito Steyerl, Peter Wächtler |
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In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem Kino Casablanca, der Evangelischen Akademie Meißen, ColoRadio Dresden und dem Museum für Sächsische Volkskunst. Can und Deniz Altay (Ankara), Eleanor Antin (San Diego), Marc Flossmann (Dresden), Michel Francois (Brüssel), Jörg Paul Janka* (Düsseldorf), Juliane Köhler (Dresden), Ken Lum (Vancouver), Emmanuelle Léonard (Montreal), Aernout Mik (Amsterdam), Cat Tuong Nguyen (Zürich), Julien Prévieux (Paris), Reinigungsgesellschaft (Dresden), Rekolonisation (Hamburg), Grit Ruhland (Dresden), Michaela Schweiger (Berlin), Santiago Sierra (Madrid), Juliana Spahr (Oakland), Mladen Stilinovic (Zagreb), Thorsten Streichardt (Berlin), Demjan Tschistjakow (Dresden) |
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Eine Ausstellung mit 16 internationalen KünstlerInnen und ein Veranstaltungsprogramm zu Fragen von Weiblichkeiten heute im Kunsthaus Dresden. mit Emmanuelle Antille, Anna Baumgart, Kerstin Cmelka, Margit Czenki, Amit Epstein, Alicia Framis, Andrea Fraser, Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven, Mathilde ter Heijne, Ela Jablonska, Ins A Kromminga, Mujeres sin Rostro, Anna Nizio, Charlotte Schleiffert, Nomeda und Gediminas Urbonas "Ruta Remake" |
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13 Räume für zeitgenössische Kunst in Dresden stellen aus An der Ausstellung im Kunsthaus Dresden sind beteiligt: Blitzgalerie: Tina Beifuss, Dirk Lange, Chantal Le Doux, Maja Linke, Lorenzo di Pompa, Kaarel Vulla; Bautzner 69: Internationales Filmfest Dresden, Fantasia Filmstudio Dresden; galerie baer: Inga Paas, Lage Opedal, Juliane Köhler; büro für kunst: Antje Blumenstein, Roland Boden, Pavel Mrkus; UNDENK; Dynamo-Eintracht Atelier: Barak Reiser, Mandla Reuter; info offspring Kiosk: raumlabor berlin; Galerie Gebr. Lehmann: Domingo Molina Cortés, Markus Draper, Renata Kaminska; Leonhardi-Museum: Hermann Glöckner; Pieschener Kunstverein; Pförtnerhaus: Susanne Hanus, Christian Schönfelder; Kunsthaus Raskolnikow e.VMolina Cortés, Markus Draper, Renata Kaminska; Leonhardi-Museum: Hermann Glöckner; Pieschener Kunstverein; Pförtnerhaus: Susanne Hanus, Christian Schönfelder; Kunsthaus Raskolnikow e.V.: Anton Drioli; riesa efau/Motorenhalle: Michael Grzesiak, Arnold Schalks, Christoph Simpson, Jiri Suruvka, Tomás Svoboda, Viola Tycz; Stauffenbergallee 11: Thorsten Groetschel, Antje Guske, Stefanie Kraut, Hee-Seung Lee, Tom Lange, Heinz Schmöller. |
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In Zusammenarbeit mit dem Salon du Fleurus, New York wird im Kunsthaus Dresden eine Gruppenaustellung mit klassischen Meisterwerken der Moderne des XX. Jahrhunderts präsentiert. |
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mit Bruno, Pawel und Szymon Althamer (Warschau), Christoph de Babalon (Berlin), Markus Dinig (Berlin), Lukas Duwenhögger (Istanbul), Olafur Eliasson (Berlin), Isa Genzken (Berlin), Julian Göthe (Berlin), Sebastian Hammwöhner /Dani Jakob (Berlin), Chris Korda (Boston), Ulrike Kuschel (Berlin), Sarah Lucas (London), Martine Maffetti (Berlin), Antje Majewski (Berlin), Aleksandra Mir (New York), Mathilde Rosier (Bievres), Eva Rothschild (London), Neal Tait (London), Salla Tykkä (Helsinki), Gary Webb (London). |
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Kunsthaus Dresden in Zusammenarbeit mit der NGBK - Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Oranienstr.25, 10999 Berlin David Hulfish Bailey, Julie Becker, Eberhard Bosslet, Alice Creischer, Öyvind Fahlström, Katja Fredriksen / Sebastian Poerschke, Ulrike Gärtner, Jana Gunstheimer (STAFETA), Helgard Haug, Eva Hertzsch / Adam Page, Darius James, Rainer Kamlah, Ben Katchor, Astrid S. Klein, Anke Limprecht, Mark Lombardi, Aleksandra Mir, Henrik Olesen, D.A. Pennebaker, Cornelia Schleime, Michaela Schweiger, Klaus Weber, Annette Weisser |
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"Unbekannte Schwester, Unbekannter Bruder II" versammelt Positionen internationaler zeitgenössischer Kunst, in denen verschiedene Bildwelten und Traditionen sozialistischer Vergangenheit verarbeitet werden. Weniger geht es hier um eine historisch oder politisch korrekte Einordnung als vielmehr um eine lebendige Auseinandersetzung mit diesen Vergangenheiten aus der Perspektive der Gegenwart. Stephan Klotz, Berlin, Goranka Matic, Belgrad, Taring Padi (Yogyakarta), Yong Soon Min, Los Angeles und STAFETA Dresden: Regina Weiss, Heide Hinrichs, Susanne Hanus |
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Die Ausstellung "Unbekannte Schwester, unbekannter Bruder" versammelt Arbeiten internationaler zeitgenössischer KünstlerInnen, in deren Arbeit eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Ikonografien und Traditionen sozialistischer Kunst sichtbar wird. Ziel dieser Ausstellung ist es, jenseits der deutsch-deutschen Auseinandersetzung ein internationales Spektrum zu eröffnen. Margit Czenki, Hamburg, Janet Grau, Dresden, Lucy McKenzie, Glasgow, Ulrike Kuschel, Berlin, Olaf Nicolai, Berlin, Paulina Olowska, Warschau, Marion von Osten/ Natalie Seitz, Zürich/Berlin, Taring Padi, Yogyakarta, Florian Zeyfang, Berlin,Theoretisches Fernsehen, Berlin |
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"Nebengeräusche des Hauses" thematisiert das Spannungsfeld der Institution - die Ausstellung eröffnet ein Spektrum von konkreten räumlichen Veränderungen bis zu hin zum Nachdenken über die Institution: Welche gedanklichen, ideologischen und sozialen Konstruktionen liegen einer Institution zugrunde ? Welche abstrakten Konstrukte bilden den Rahmen, in dem letzendlich auch eine Kunstinstitution verortet ist - so zum Beispiel die Erziehung, die Nation oder der Wert von Arbeit ? Wie bestimmt die räumliche Definition einer Institution, ihre Architektur und ihr Dekor, die Inhalte, die in dieser verhandelt werden ? Nicht zuletzt geht es auch um Institutionsentwürfe der Vergangenheit und der Zukunft: Utopien und Modelle, heterotopische Verschiebungen und Empfehlungen für die Zukunft. Bettina Allamoda, Lucio Auri, Margit Czenki, Stephan Dillemuth, Judith Hopf, Kooperative Kunstpraxis, (e.) Twin Gabriel, Nils Norman, PP Office, pro qm, Marion von Osten, Joanna Sands, Annette Weisser und Ingo Vetter |
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"Windstöße" steht programmatisch für eine künstlerische Praxis der Gegenwart, die Verbindungen herstellt, Wissen produziert, Auseinandersetzungen zu den Lebensumständen unseres Alltags - Politik, Arbeit, Freundschaft, Liebe und Erinnerung - führt und diese gewissermaßen in den Ausstellungsraum "hineinweht". Bettina Allamoda, Lucio Auri, D.L. Alvarez, Stephan Dillemuth, Martin Ebner, Judith Hopf und Stephan Geene, Anna Gudjonsdottir und Hildur Jonsdottir, Inventory, Antje Majewsky, Marion von Osten, pro qm, (e.) Twin Gabriel, Antek Walzak, Faith Wilding und Irina Aristarkhova, Jelka Plate und Malte Willms, feat. Konrad Wolf |
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Schaudepot I (Gegenwartskunst): Frank Berger, Christian Borchert, Joachim Brohm, Anna Degenkolb, Thomas Florschuetz, Jörg Herold, Martin Honert, Inventory, Astrid Klein, Florian Merkel, Bea Meyer, Adam Page/ Eva Hertzsch, Neo Rauch, Tilo Schulz, Charlotte Sommer-Landgraf, Helfried Strauß, Clemens von Wedemeyer |
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Ausstellungskooperation des Kunst Haus Dresden - Städtische Galerie für Gegenwartskunst und der Hochschule für Bildende Künste Dresden Monika Brandmeier (D), Ulrike Grossart (D), Martin Honert (D), Carl Emanuel Wolff (D) |
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Eröffnung: 06.11.2002, 20 Uhr im Kunst Haus Dresden Senselabor, Humatic, tenteki, Jan-Peter E. R. Sonntag, Jo Siamon Salich, Hartmut Dorschner |
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Eröffnung: 15. 08. 2002, 20 Uhr SELBSTINSZENIERUNGEN: |
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Eröffnung: 13.07.2002, ab 20 Uhr (Museumsnacht) Bernardo Giorgi (I) · Gregorio Galli (I) |
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Zweifellos ist die künstlerische Fotografie in ihrer ganzen Spannbreite zwischen dokumentarischen, konzeptuellen bis hin zu inszenierten Bestandsaufnahmen der Wirklichkeit noch immer das Leitmedium der Gegenwartskunst. Gerade unter jüngeren Künstlern ist es längst selbstverständlich geworden, damit im Sinne eines Instruments zu hantieren, ohne im herkömmlichen Sinne als Fotograf ausgebildet zu sein oder die Aufnahmen etwa nur als Material für weiterführende Bearbeitungen zu begreifen. Der schnelle und zugleich präzise Zugriff auf Momente, Konstellationen, Landschaften, Gesichter und Milleus bleibt auch deshalb faszinierend, weil der Fluß der Zeit aufgehoben scheint und in kenntlicher Dauer erstarrt. Diese Signifikanz des herausgelösten Bildes ebenso wie die innere Nähe zum Geschehen verschafft der Fotografie seit ihrer Entstehung eine unangefochtene Zeitzeugenschaft und nobilitiert sie noch heute als adäquates Bildmedium für komplexe gesellschaftliche Sachverhalte. Heike Baranowsky (D), Ute Behrend (D), Martin Dörbaum (D), Florian Merkel (D), Emanuel Raab (D), Hans-Christian Schink (D), |
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Die Ausstellung präsentiert aktuelle Videoarbeiten, die dokumentarischen und narrativen Charakter besitzen. Die Arbeiten sind Filmporträts, die aus unterschiedlichen Perspektiven um Fragen der Identität und ihrer sozial-kulturellen Prägung kreisen. Besonderes Gewicht wird dabei auf das persönliche Umfeld und die darin entstehenden Geschichten gelegt. Anliegen der zehn in der Ausstellung präsentierten Videoarbeiten ist es, subjektive Räume und Erfahrungen transparent zu machen. Die Intimität der Szenen und deren Darstellung in den der Öffentlichkeit normalerweise vorenthaltenen Bildern ergeben ein besonderes Spannungsverhältnis von ungewollter Nähe und möglicher Distanz. Biographien zwischen alltäglichem Leben und Extremen existentieller Situationen werden in ihrer Flüchtigkeit festgehalten, auf ihre Bedeutungen hin untersucht und als Erfahrungs-Paradigmen extrahiert. Das Private zeigt sich in den Abhängigkeiten und Ambivalenzen des Zusammenlebens in der Institution Familie, wie es sich auf gegensätzliche Weise bei den Arbeiten von Laura Bruce und Richard Billingham dargestellt findet. Der Körper wird zu einer beunruhigenden Erscheinung bei Maria Marshall und zu einem poetischen und geradezu malerischen Sujet bei Katarzyna Kozyra. Anri Salas Video verweist auf die Öffentlichkeit als einzigem Ort von Privatheit, die jedoch nur als ungeschützte und angreifbare existiert. Migration wird in der Arbeit von Angela Melitopoulos als Verlust von Seßhaftigkeit und des ursprünglichen Zuhauses dargestellt, der in letzter Konsequenz die Erfahrung von fehlender persönlicher Erinnerung, Herkunft und Identität mit sich bringt. Bei Wang Jianwei geht es mit Hilfe improvisierter Lebensstrategien um den Versuch einer erneuten Ver-Ortung und Dazugehörigkeit in der Fremde. Als ein intimes visuelles Tagebuch ist das Video von Tom Kalin angelegt, das fragmentarische Bilder seines Alltagslebens liefert. Persönliche Philosophien über die eigene Vergänglichkeit werden in Ottonella Mocellins Arbeit gebunden an Momentaufnahmen aus dem eigenen Leben. Und letztendlich wird in Matthias Müllers Film der Tod als das Verschwinden des Subjekts thematisiert. Richard Billingham (Großbritannien) Fishtank, 1998 | Laura Bruce (USA/Deutschland) Slow the Gallop, 2001 | Wang Jianwei (China) Living Elsewhere, 1999/2000 | Tom Kalin (USA) Third Known Nest, 1999 | Katarzyna Kozyra (Polen) Bathhouse, 1997 | Maria Marshall (Großbritannien) When are we there, 2000 | Angela Melitopoulos (Deutschland) Passing Drama, 2000 | Ottonella Mocellin (Italien) Un diordine musicale strano e profumato è la materia di ciu sono fatti i sogni, 2000 | Matthias Müller (Deutschland) Pensão Globo, 1997 | Anri Sala (Albanien/Frankreich) Uomodomo, 2000 |
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Charles Atlas, US (Video), Madeleine Berkhemer, NL (Installation), Birgit Brenner, D (Fotoarbeiten, Installation), Ulrich Diekmann, D (Video), Naomi Fisher, US (Fotoarbeiten), Thomas Allen Harris, US (Video), Ilona Németh, SQ (Skulptur), Otto Reitsperger, AU (Videoinstallation), Ann-Sofi Sidén, S (Fotoarbeiten), Nancy Spero, US (Installation, Collagen), Stahl Stenslie, NO (Installation, Dokumentation), Hannah Wilke, US (Video, Fotoarbeiten), Suzanne Wright, US (Zeichnungen, Plastiken) |
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Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Kulturamt der Landeshauptstadt Dresden, dem Arnold Schönberg Center Wien, dem Kunst Haus Dresden und dem Dresdner Zentrum für zeitgenössische Musik. |
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Die Ausstellung vereint zehn aktuelle Positionen der jüngsten Generation von Künstlerinnen und Künstlern, die in Dresden studiert haben und nun erste Markierungen auf den jeweils individuellen Wegstrecken zurückgelegt haben. Dabei fällt ein offenes und grenzüberschreitendes Arbeiten ins Auge, das sich längst nicht nur in angestammte ästhetische Reviere verweisen läßt, sondern im Sinne künstlerischer Kompetenzerweiterung auch Problemfelder der Wirklichkeit in den Blick nimmt. Eine solche Haltung umkreist den Imperativ des Erfolgs spielerisch und gewinnt dem Kunstbetrieb eine Leichtigkeit ab, ohne die er schwer erträglich wäre. David Adam, Martin Borowski, Markus Draper, Sebastian Hempel, Gabriele Nagel, Peter Ortmann, Reinigungsgesellschaft, Christoph Rodde, Jenny Rosemeyer, Sophia Schama |
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Die Ausstellung, die Ende 1999 erstmals im Kunstmuseum Bern (Schweiz) gezeigt wurde, besitzt in Dresden ihre einzige Station in Deutschland. Kurator Christoph Doswald, der Ausstellung und Katalog konzipierte, ging dabei von der These aus, daß die zeitgenössische Fotografie das verlorene Verbindungsstück zwischen der unmittelbaren Lebensrealität der Betrachter und den Paradigmen der künstlerischen Produktion darstellt. Dieses nahezu unüberschaubare Feld gliederte er in sieben thematische Gruppen, denen jeweils international renomierte Fotografinnen und Fotografen zugeordnet sind. Dies sind im einzelnen: Am Rande der Dokumentation (z. B. mit Rineke Dijkstra, Annelies Strba u. a.), Selbstbefragung (z. B. mit Valie Export, Marina Abramovic u. a.), Selbstinszenierung (z. B. mit Anton Henning, James Lee Byars u. a.), Inszenierung (z. B. mit Cindy Shermann, General Idea u. a.), Fragmentierung (z. B. mit John Coplans, Balthasar Burkhardt u. a.), Mediatisierung (z. B. mit Tracey Moffat, Wolfgang Tillmans u. a.), Rekonstruktion (z. B. mit Thomas Ruff, Matthew Barney u. a.). Die Dresdner Ausstellung wurde ermöglicht durch die Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bern und dank der großzügigen Unterstützung durch die Stiftung Pro Helvetia. Rineke Dijkstra, Annelies Strba, Valie Export, Marina Abramovic, Anton Henning, James Lee Byars, Cindy Shermann, General Idea, John Coplans, Balthasar Burkhardt, Tracey Moffat, Wolfgang Tillmans, Thomas Ruff, Matthew Barney u.v.a. |
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Die Ausstellung vereint zwölf aktuelle Positionen der tschechischen Kunstszene, die von Prag aus zu internationaler Ausstrahlung gelangten. Die Künstle-rinnen und Künstler gehören dabei der Generation der ca. Dreißigjährigen an, die die gesellschaftlichen Umbrüche in den entscheidenden Prägungsphasen ihrer Jugend erfuhren und in die neue Weltoffenheit des Landes hineinwachsen konnten. So verwundert die Fülle der Ausstellungsbeteiligungen, Stipendien und Lehraufträge nicht, die die Beteiligten in kurzer Zeit absolvieren konnten und die ihre künstlerische Produktion fest in den Fragestellungen globaler Diskurse verankert. So sind ihre Arbeiten sinnlich und geistreich zugleich, frisch und schrill ebenso wie leise und eindringlich. Sie kreisen um Landschaft, Gewalt, Alltag, Sex und Medien; das Themenspektrum scheint bekannt, die Begegnung mit den Arbeiten und den dahinter stehenden Menschen aber ermöglicht neue Einblicke in die Beschaffenheit der Gegenwart. Veronika Bromová, Jirí Cernicky´, David Cerny´, Milena Dopitová, Veronika Drahotová, Lukás Jasansky´ & Martin Polák, Kristof Kintera, Markéta Othová, Jirí Prihoda, Silver, Stepánka Simlová, Katerina Vincourová |
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09.11. - 26.11.2000 im Kunst Haus Dresden, Festspielhaus Hellerau, Deutsches Hygiene-Museum Dresden, Medienkulturzenrum Pentacon Stanza, Wolfgang Bosse, Robert Darroll, Holger Ebert & Robert Wechsler & Frieder Weiß, robotlab, Stiftung Deutsches Hygiene-Museum, Ventura Dance Company u. v. a. |
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Ausstellungsstationen: Kiel, Rostock, Vilnius, Dresden, Helsinki, Bergen Academic Training Group, Arnis Balcus , Thomas Demand, Olafur Eliasson, Jens Haaning & Peter Land, Annika von Hausswolff, Pertti Kekarainen, Vladislav Mamyshev-Monro, Mariola Przyjemska, Mark Raidpere, Heli Rekula, Annica Karlsson Rixon, Torbjørn Rødland, Miron Schmückle, Anatolij Shuravlev, Peter Skovgaard, Vibeke Tandberg, Wolfgang Tillmans, Artur Zmijewski |
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Kunst Haus Dresden, Festspielhaus Hellerau, Margonhaus, öffentlicher Raum Franz Ackermann (D), Ingold Airlines (CH), Atelier alias (D), Roland Boden (D), Stephen Craig (GB), Iris Häusler (D), Candida Höfer (D), Franka Hörnschemeyer (D), Veronika Kellndorfer (D), Jozef Legrand (B), Markseach alias Sue Mark (USA), Olaf Nicolai (D), Adam Page / Eva Hertzsch (GB / D), Valeska Peschke (D), Boris Savelev (RUS), Henrik Schrat (D), Edwin Zwakman (NL) |
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14.04. - 28.05.2000 Kunst Haus Dresden |
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Unter dem Titel "ars viva" veranstaltet der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. aller zwei Jahre eine Ausstellungsreihe seiner Förderpreisträger. Dieser Preis unterstützt junge, noch nicht etablierte Positionen der Gegenwartskunst und präsentiert sie durch Ausstellungen in mehreren öffentlichen Institutionen sowie durch einen begleitenden Katalog. Die Preisträger der "ars viva 99/00 - Grenzgänge" sind John Bock, Christian Flamm, Andree Korpys/Markus Löffler und Johannes Spehr. Im Obergeschoß des Kunst Hauses Dresden verfolgten sie in einem offenen Ausstellungsorganismus grenzübergreifende Strategien im Umgang mit Bild, Skulptur, Installation und Performance. In besonderem Maße wurden dabei die Schnittstellen zwischen kunstimmanenten und lebensweltlichen Bezügen untersucht. John Bock, Christian Flamm, Korpys/Löffler, Johannes Spehr |
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In ihrem gemeinsamen Ausstellungsprojekt gestalteten die Künstlerin Margret Eicher und der Lyriker Dieter M. Gräf einen Raum für Bild und Sprache. Großformatige Digitalprints, labyrinthisch angeordnet, nahmen dabei einen Erdgeschoss-Raum des Kunst Hauses Dresden in Besitz: Lifestylegerechte Repräsentanten der Warenwelt und Hochglanzträume verbreitende Konsumprodukte sprangen dem Betrachter geradezu entgegen. Vergeblich jedoch suchte man allbekannte Slogans und Marken-Logos, denn an die Stelle der Werbetexte und magischen Zeichen unserer Zeit sind die Gedichte Dieter M. Gräfs getreten, die sich der vorgegebenen typografischen Struktur bemächtigt haben. Die Ausstellung war eine Gemeinschaftsproduktion zwischen dem Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein und dem Kunst Haus Dresden. |
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Roland Boden, Cristina Casaubon, Gritta Götze, Mathilde ter Heijne, Lisa Junghanß, Alicia Lillio, Stefan Lundgren, Thomas Meyer, Lutz C. Pramann, Rechenzentrum, Lars Ø. Ramberg, Pietro Sanguineti, Ute Weiss-Leder, Olav Westphalen, Georg Winter, Bert Wrede, Florian Zeyfang |
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Der chinesische Künstler Ren Rong lebt und arbeitet seit 1986 in Deutschland. Er verknüpft in seiner Arbeit traditionelle chinesiche Kunstformen mit Ausdrucksmitteln der zeitgenössischen Kunst. In seinen Papierschnitten und Installationen verschmelzen Motive und Techniken aus jahrhundertealten Volkskunsttraditionen seiner Heimat mit seriellen und konzeptuellen Prinzipien der Gegenwartskunst zu einer fruchtbaren Synthese. Die Vielfalt der chinesischen Schriftzeichen, die zwei Jahrtausende lang als Bildschrift die Leistungen der Hochkultur des Reiches der Mitte unverändert überliefern konnte, kalligraphische Elemente sowie die Traditionen der Rollbilder und Siegelschnitte klingen in Ren Rongs Gestalt des "Pflanzenmenschen" an. Aus der Distanz zur eigenen Kultur und in der Konfrontation mit der modernen Kunst hat sich Ren Rong ein sehr persönliches künstlerisches Vokabular erarbeitet, mit dem er seine eigene Identität behaupten und Zeichen für die anderen setzen kann. Zeichen, die von Vitalität und Optimismus zeugen: Ein positiver Entwurf für das kommende Jahrtausend, in welchem der Künstler die unterschiedlichen Vorstellungen von Wirklichkeit in Asien und Europa zu einer kraftvollen Einheit fügt. (Aus dem Vorwort des Katalogs) |
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11.11.1999 - 28.11.1999 Kunst Haus Dresden 25.11.1999 - 27.11.1999 Neue Messe Dresden Tom Corby & Gavin Baily, Joachim Blank & Karl Heinz Jeron, Igor Stromajer, Nikolaus Heyduck & Reinhart Büttner, Robert Wechsler, Merce Cunningham, Harald Finke u. v. a. |
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Die retrospektiv angelegte Ausstellung umfaßt eine Auswahl von sechzig, zum Teil sehr großformatigen Werken, die eine komplexe Untersuchung des Bild-und Medienbegriffes der Fotografie dokumentieren. Ausgehend von Strategien im Umfeld der Minimal-und Concept-Art entwickelte Hilliard eine unverkennbare Form des Bildaufbaus, die suggestive Anschaulichkeit und subversive Reflexion miteinander verbindet. In der Spannung zwischen Wirklichkeitsbezug und Medienreferenz entfalten diese Arbeiten ihre verstörende Kraft: sie begnügen sich nicht mit der Repräsentation eines abgelichteten Moments und deuten doch verschlüsselte Erzählungen an; sie bieten sinnliche Oberflächen und ziehen sich zugleich in die Distanz eines ausgesparten, überblendeten, verbarrikadierten Zentrums zurück; sie sind inszeniert und mit symbolischen Anspielungen aufgeladen und zeigen ebenso die Mechanismen der Erzeugung solcherart kalkulierter Bildwelten. Sie sind, mit einem Wort, ein präziser Beitrag zu den Konditionen heutigen Sehens und Verstehens. |
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Nina Fischer und Maroan el Sani arbeiten an den Schnittstellen von Realität und Imagination. Mit großem Gespür für Veränderungen des Wirklichen transformieren sie in fotografischen Serien, Videoarbeiten und Modellsimulationen die Aura von Räumen oder das menschliche "An-die-Zukunft-Denken" in prägnante Bildfolgen. Mit Ironie und Charme untersuchen sie im "millenniumania"-Projekt die Schrittgeschwindigkeit von Fußgängern aller 24 Zeitzonen, werden zu Agenten des Übersinnlichen in der Arbeit "Be supernatural" oder richten den "Klub 2000" ein, dessen nächtliche Verheißungen sich zum Phantombild bei Tageslicht ernüchtern. Schließlich wurde der (mutige) Besucher auf den "Way of balance" im Hof des Kunst Hauses geschickt und konnte in der üblichen Bewegungsform von Kindern den Zustand passiven Räsonierens gegen luftige Perspektiven vertauschen. |
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... Micha Brendel operiert bei seinen Grenzüberschreitungen mit einer Vielzahl an Techniken und Ausdrucksformen, die größtenteils auf genauer Kenntnis wissenschaftlicher Versuchsabläufe basieren. Sie umfassen neben den unterschiedlichsten Präparatobjekten, Zeichnungen, Fotografien, Fotoübermalungen, Installationen, Künstlerbüchern und -zeitschriften, auch Performances, Filme und Videos. Sein Interesse richtet sich vor allem darauf, wie die provokativen, teils hintersinnigen Schöpfungen, seine künstlerische "Organschau", den Betrachter aus den kunstüblichen Bahnen wirft und mit dem Innersten konfrontiert. Diese "Neubauten aus dem Organdepot" (Micha Brendel) unterlaufen das moderne Mißverständnis von unserer organischen Existenz. So untersucht der Künstler, wie in der durchrationalisierten Welt ganzheitliche Ansätze wieder zu ursprünglichen (magischen) Gewißheiten zu führen vermögen. ... (aus dem Katalog) |
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Martens, Absolvent der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, ist seit 1990 freischaffend tätig und vor allem durch seine Arbeit für das F.A.Z. Magazin, Stern, Der Spiegel und Geo bekannt geworden. Im Umfeld dieser Aufträge entwickelte Martens sich zu einem Protagonisten zeitgenössischer Fotografie, der die Facetten eines heutigen Menschenbildes auslotet. Prägnannte Schwarz-Weiß-Porträts wechseln dabei mit aufwendigen Inszenierungen von Gruppenporträts, Prominenten-Serien und Models hinter den Kulissen. Schrille Accessoires und überraschende Blickwinkel prägen ebenso seine Bildsprache wie das Vermögen, den Fluß der Realität zu kenntlichen Momenten zu verdichten. In der Dresdner Ausstellung waren sowohl die "Klassiker" zu sehen, die Martens spätestens seit der Retrospektive "Frostiges Feuer" im Rheinischen Landesmuseum Bonn einem großen Publikum bekannt gemacht haben, als auch neue, unbekannte Arbeiten aus der damals aktuellen Produktion. Nach thematischen Blöcken geordnet, stellten sie in der Raumfolge des Kunst Hauses Dresdens einen vielschichtigen Olaf Martens vor, der so noch nie zu sehen war. |
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Die Auswahl umfaßt neun Künstlerinnen und Künstler, die um 1960 geboren wurden und heute in Berlin und darüber hinaus zu wichtigen Protagonisten einer aktuellen Skulpturauffassung geworden sind. Die einzelnen Positionen sind sowohl im Hinblick auf ihre Qualität als auch auf ihre räumliche Eignung für die spezifische Lokalität des Kunst Hauses Dresden zusammengestellt worden; im Idealfall erzeugen sie gemeinsam den Berliner Rhythmus einer vitalen Urbanität. Thomas Eller, Hans Hemmert, MK Kähne, Veronika Kellndorfer, Axel Lischke, Maren Roloff, Andrea Scrima, Markus Wirthmann, Georg Zey |
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Entsprechend den seit Anfang der achtziger Jahre verfolgten Intentionen untersuchten die drei Künstler auf je eigene Weise skulpturale Prozesse und Konditionen der Wahrnehmung. Dabei wurde im Kunst Haus Dresden ein ortsbezogener Rhythmus von räumlichen Interventionen und werkbezogenen Interaktionen entwickelt, der das damalige Spektrum von Skulptur sinnfällig vor Augen führte. Industriell produzierte Gegenstände und Materialien dienten als Ausgangsstoffe, um Kreisläufe, Gärungsprozesse, Verspiegelungen und räumliche Durchdringungen zu erzeugen, die in ihrem Zusammenspiel in körperlich erfahrbaren und geistig komplexen Wirkungen mündeten. Eberhard Bosslet, Werner Klotz, Otmar Sattel |
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Valérie Favre (1959), in der Schweiz geboren, in Frankreich aufgewachsen, unternahm den kühnen Versuch, das Medium Malerei am Ende der neunziger Jahre in unterschiedlichen Präsentationsformen zu befragen. Vom klassischen Tafel- und Deckengemälde über bemalte Gebrauchsgegenstände bis hin zu Installationen und Videoarbeiten weitete sich dabei ihr formales Spektrum und kam je nach den räumlichen Gegebenheiten im Kunst Haus Dresden zum Einsatz. So wurden unterschiedliche geistige Schwerpunkte gesetzt, die einmal im durchaus hehren Sinne die kräftige und zugleich poetische Malerei selbst betonten, ein anderes Mal ihre Ausuferung in den Alltag des Gebrauchs als "trash painting". In dieser Verschmelzung hierarchischer Ebenen und in der Negierung jedes Stildünkels erwies sich Valérie Favre ganz auf der Höhe der Zeit, ein Umstand, der durch barocke Bezugnahmen etwa auf eine "Imaginäre Bibliothek" oder eine Ausweitung in die angesagte Partycultur des "Mouse-Clubs" betont wurde. |
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Der Werkstattbericht "Herakles-Konzept" ermöglicht intensive Auseinandersetzungen mit einer vieljährigen thematischen Arbeit Dammbecks zur deutschen Geschichte und Gegenwart. Aus Notizen, Fotos, Übermalungen, Filmen und Lichtkästen wird eine mediale Collage geformt, die Lebensmuster zwischen Macht und Ohnmacht, Schuld, Verstrickung und Haltung befragt. Dabei werden zeitliche Schichtungen vom Alexander-Feldzug über die Diktaturen des 20. Jahrhunderts bis hin zu virtuellen Weltordnungen am Computer ebenso gewagt wie das Spiel mit Positionen und Wertungen. Die Suche nach der vorbehaltlosen eigenen Wahrheit bleibt in allen Werkphasen Dammbecks von den ersten Entwürfen bis zur damals jüngsten Arbeit "Krieg der Viren" prägender Antrieb und ordnendes Prinzip eines Künstlers, der sich als "Monteur, nicht Deuter des Weltgeistes" versteht. |
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Auf Initiative der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Freistaat Sachsen kuratierte Harald Kunde die Ausstellung "Vitale Module. Gegenwartskunst aus Sachsen". Ziel der Ausstellung war es, eine qualitative Bestandsaufnahme der sächsischen Kunstproduktion und einen authentischen Einblick in künstlerische Denk- und Arbeitsprozesse der 90er Jahre zu bieten. 17 Künstlerinnen und Künstler, die zwischen 1960 und 1970 geboren wurden und somit über die Mehrperspektivität einer "Zwei-Welten-Erfahrung zum richtigen Zeitpunkt" verfügen, zeigen in Installationen, Objekten, Fotografien und Malerei die Resultate ihrer Auseinandersetzung mit aktuellen Lebensmustern. Maßgeblich für die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler war nicht die regionale Zugehörigkeit, sondern das Vermögen an internationaler Diskursfähigkeit, das die vertretenen Arbeiten in prägnanter Ausformung sichtbar machten. Roland Boden, Till Exit, Fred Fröhlich, Matthias Jackisch, Frank Maibier/Andreas Winkler, Peter Krauskopf, Yana Milev, Olaf Nicolai, Adam Page/Eva Hertsch, Pfelder, Neo Rauch, Arne Reinhardt, Ute Richter, Maren Roloff, Stefan Schröder, Tilo Schulz, solitaire FACTORY. |
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Das umfangreiche Werk des finnischen Konstruktivisten wurde erstmals einem hiesigen Publikum vorgestellt und entfaltete ein variantenreiches Spiel von Ordnung, Rhythmus und Klarheit. Das bildnerische Grundvokabular der Fläche wurde ebenso befragt wie skulpturale Prinzipien; die kalkulierte Verdichtung der Kontraste erzeugte visuelle Vibrationen im Bild und körperlich erfahrbare Bewegungen im Raum. |
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Der belgische Konzeptkünstler Denmark arbeitet mit allen Arten einer buchgeprägten Information und entwickelt aus der Flut des Gedruckten Objekte und Installationen von beklemmender Dichte. Tonnen von Zeitschriften, Buchseiten und Boulevardblättern werden zu neuen Sinnträgern und räumlichen Gebilden, die zwischen Zivilisationskritik und ironischer Brechung ihr Eigenleben entfalten. Die Ausstellung im Kunst Haus Dresden entstand in der Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Ludwigshafen am Rhein und wurde durch die Galerie Springer + Winkler, Berlin, unterstützt. |
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Für die internationale Fotoausstellung "Distanz und Domizil. Fotografie der Gegenwart" entwickelten sieben Künstlerinnen und Künstler ihre Sicht auf unterschiedliche Aspekte unseres privaten und öffentlichen Alltags. Anett Stuth (Leipzig) dokumentierte in ihrer Arbeit "ortlos" die nüchterne Atmosphäre der suburbanen Gewerbegebiete und unternahm zugleich eine soziale Recherche der dortigen Konsumenten und ihrer Wohnumwelt. Anne Zahalka (Sydney) richtete den Blick ebenfalls auf die Privatphäre und zeigte in großformatigen Leuchtkästen der "open-house"-Serie Bewohner und Interieur in präziser Erstarrung. Gefrorene Gesten und sprechende Details gaben ein zeitgemäßes Genrebild jenseits der gestylten Fassaden. Thomas Struth (Düsseldorf) zwang die Hektik der chinesischen Millionenstädte in Bildgefüge von bestechender Klarheit und treibt Passanten und Straßenzüge in Momente höchster Kenntlichkeit. Mit ebensolcher Präzision holte Matthias Hoch (Leipzig) öffentlich unzugängliche Schaltzentralen der Kommunikation ans Licht und dokumentiert die kühle Ästhetik der Macht. In der Serie "Private Spaces" befragte Christina Dimitriadis (Athen) die Prägungen der elterlichen Wohnräume in Bezug auf die Ausbildung eigener Subjektivität und gab in den "Open Closed Doors" Ausblicke auf das Geheimnis jedes Durchgangs zu unbekannten Räumen. Ebenfalls mit der Spannung zwischen Weite und Nähe arbeitete Rineke Dijkstra (Amsterdam), die Heranwachsende in statuarischer Pose vor wechselnden Küstenstreifen plazierte und ein faszinierendes Spiel zwischen Betrachter, jugendlicher Scheu und Naturraum inszenierte. Sinje Dillenkofer (Stuttgart) führte dieses Rollenspiel fort und transponierte es in Bildpaare von Vorstandssekretärinnen, die im Wechsel von schwarz-weißer Neutralität und requisitenreicher Inszenierung die Facetten ihrer Identität zwischen Funktion und Freiraum, zwischen Distanz und Domizil ausloteten. Anett Stuth (Leipzig), Anne Zahalka (Sydney), Thomas Struth (Düsseldorf), Matthias Hoch (Leipzig), Christina Dimitriadis (Athen), Rineke Dijkstra (Amsterdam), Sinje Dillenkofer (Stuttgart) |
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03.11.1996 - 02.02.1997 im Museum zu Allerheiligen, Kunstverein Schaffhausen, Schweiz Stefan Altenburger, Peter Fischli/David Weiss, Bendicht Fivian, Ulrike Grossarth, Ottmar Hörl, Irma Ineichen, Stephan Jung, Dieter Krieg, Ulrich Meister, Nanne Meyer, Stefan Nestler, Stella Pfeiffer |
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Die Ausstellung beinhaltete Arbeiten aus allen Werkphasen Ueckers: beginnend mit den kostbaren Malereien der Frühzeit, die die Übergänge von monochromen Flächen zum Objektcharakter des Bildes erkunden, über einen Lichtraum der "Zero"-Zeit und übernagelte Gebrauchsgegenstände, spannte sich der Werklauf bis zu den Zyklen "Wald" und "Architektonische Landschaften", die in den späten 80er Jahren entstanden. Ebenso zu sehen waren drei große Nagelfelder und ein Block von 26 Zeichnungen mit dem Titel "Wasserfall". Schließlich übernagelte Günther Uecker vor Ort eine Schiebetür, die ehemals als Trennung zwischen dem öffentlichen Bereich und dem "Leitungsbüro" diente. |
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Parallele Ausstellung in der Galerie Gebr. Lehmann, Dresden |
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Weitere Ausstellungsorte: Dresdner Bank Leipzig, Kunstverein Ludwigshafen a. Rhein |
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23.05. - 18.06.1995, Palazzo Vecchio Firenze, 25.07.1995 - 25.08.1995 Art Gallery Skopje, 08.02. - 10.03.1996 Kunst Haus Dresden Sándor Dóró (Installation), Eberhard Göschel (Malerei), Matthias Jackisch (Videoskulptur), Stefan Nestler (Akkumulation), Hendrik Silbermann (Objektkästen), Wolfgang Smy (serielle Arbeiten), Christian Späte (Projektionen), Tobias Stengel (modulare Ordnungen), Runhild Wirth (konzeptionelle Malerei) |