Kunsthaus Dresden
Städtische Galerie für Gegenwartskunst

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Date: November 17th 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,

wir laden Sie/Euch herzlich ein zur

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG von RECORD > AGAIN! 40 Jahre Videokunst, Teil 2
am 28.11. 2009 um 19:00 Uhr ins Kunsthaus Dresden

Begrüßung durch Christiane Mennicke-Schwarz, Künstlerische Leiterin Kunsthaus Dresden
Grußworte von Dr. Ralf Lunau, Kulturbürgermeister der Stadt Dresden
und Barbara Honrath, Goethe Institut München
Einführungen in die Ausstellung von Christoph Blase, Kurator der Ausstellung
und Claus Löser, Filmwissenschaftler und Experte für Schmalfim und Video in der DDR



RECORD > AGAIN! 40 Jahre Videokunst, Teil 2
29. November 2009 bis 14. Februar 2010

RECORD > AGAIN! , ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kunst- und Medientechnologie in Karlsruhe ZKM, stellt restaurierte Videoarbeiten aus den letzten vierzig Jahren vor, die exemplarisch die Vielfalt der deutschen Videokunstszene, insbesondere in der Frühzeit des Mediums widerspiegeln. Gezeigt wird das künstlerische Experiment, die Freude in der Entdeckung eines neuen künstlerischen Ausdrucksmittels und die Lust an der Kommunikation und Interaktion. In den künstlerischen Aktionen wie auch in der gesellschaftlichen Atmosphäre der ersten Jahrzehnte wird eine Euphorie spürbar, in der der Glauben an die Möglichkeiten dieser Technologie als ein neues künstlerisches wie auch zivilgesellschaftliches Medium des Austausches lag. Die Dokumentation der Lebensumwelt, die erweiterte Wahrnehmung des Körpers und die Einbeziehung von anderen Menschen in den eigentlichen künstlerischen Prozess, stellen ein Potenzial zur Erweiterung des künstlerischen Handlungsfeldes dar. Die Mö
glichkeiten des neuen Mediums wurden aber auch in der Vermittlung von Kunst über das Medium Video und über das Fernsehen wahrgenommen.

In der Ausstellung werden ausgesuchte Highlights der Videokunstgeschichte gezeigt, darunter auch zahlreiche wichtige Arbeiten, die durch den Verfall des Materials verloren zu gehen drohten und nun restauriert und erstmals wieder vorgeführt werden können. Gezeigt werden die Videoarbeiten überwiegend auf historischen Geräten der jeweiligen Zeit, so dass auch eine Begegnung mit der Designgeschichte dieser Jahre Bestandteil der Ausstellung ist. Der berühmte Boxkampf, den Joseph Beuys 1972 auf der documenta 5 veranstaltete und die Arbeit Schafe von Wolf Kahlen, die 1975 für sechs Monitore konzipiert wurde, sind ebenso zu sehen wie Ausschnitte aus Bazon Brocks Besucherschule, ein Interview mit Gerry Schum, dem Initiator der Fernsehgalerie, aber auch eines der berühmten Kampagnenvideos der Freiburger Medienwerkstatt aus den achtziger Jahren. Ein besonderes Augenmerk in der Ausstellung gilt einer Auswahl der wenigen Videoarbeiten, die trotz des extrem reglementierten Zugangs zur Tech
nologie in den achtziger Jahren in der DDR entstanden sind: So unter anderen die 1988 in Leipzig im Rahmen einer künstlerischen Gruppenaktion zur Ehrenrettung von Beuys entstandene Arbeit Nach Beuys (Kunst wofür?) von Jörg Herold, die berüchtigten Aufnahmen der Aktion M. Überschreitet den See bei Gallenthin von Michael Morgner, die 1981 entstanden sind und Herakles (1984) von Lutz Dammbeck.

RECORD > AGAIN! 40 Jahre Videokunst.de Teil 2, setzt die Arbeit des Initiativprojektes "40jahrevideokunst.de: Digitales Erbe" der Kulturstiftung des Bundes fort, deren Ergebnis 2006 in sechs Ausstellungen bundesweit präsentiert wurde. Die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem ZKM wurde kuratiert von Christoph Blase, Leiter des ZKM| Labors für antiquierte Videosysteme. Ein umfangreicher Katalog im Verlag Hatje Cantz und eine DVD-Studienedition in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut e.V. München, die von Institutionen zur nicht-öffentlichen Nutzung in Forschung und Lehre erworben werden kann, werden die Ausstellung über den Projektzeitraum hinaus vermitteln.

Weitere Ausstellungsstationen: Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen ( bis 15.11.2009) und das Edith-Ruß-Haus für Medienkunst Oldenburg (27.02. - 25.04.2010)

kuratiert von Christoph Blase




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